6) Komm ich jetzt ins Fernsehen?

Heute durfte die Wasserfüchsin einen Promi transportieren. Tom Körber ist der Herausgeber und auch Autor des Segeljournals und hat die letzten Tage in Leipzig verbracht, um die Stadt auf ihre Wassersportqualitäten zu prüfen. Bereits vergangenen Freitag hatten wir die Ehre als wir mit dem Motorboot der Freitagsregatta auf dem Cossi beiwohnten.

Tom erzählte, dass er den Karl-Heine-Kanal bereits mit dem Fahrrad erkundet hat. Um Leipzig gänzlich beurteilen zu können, fehlte jedoch die Perspektive auf dem kühlen Nass. (in Venedig latscht man ja auch nicht nur über die Brücken)

Da die Lisica eh noch warm gefahren war, von der Schlacht mit den Elsterwehren, bot ich ihm an mit mir eine Runde zu drehen. Anfänglich zögernd aufgrund der wechselnden Witterung machten wir uns doch in die Spur, vom altbekannten Einsetzpunkt unter der B2.

Die erste Havarie gab’s nach 20sek Fahrtzeit. Beim einsetzen hatte sich der Schwalbenschwanz vom Ruderblatt gelöst und wir trieben beinahe manövrierunfähig durch der Pleiße braune Brühe. Heute musste ich erfahren wie morastig, schlammig das Flussbett ist. Zehn Meter nach dem einsetzen ging es ans Ufer um das Ruderproblem zu lösen. Ich stand knietief im Schlamm und hatte mich gedanklich schon von meinen Badelatschen verabschiedet. Doch durch Ruhe bewahren und geschmeidige Bewegungen konnte ich mich aus dem Sumpf befreien und meine Schlappen gleich mit. Auch wenn die jetzt richtig mistig aussehn.

Die Tour ist bekannt und hier bereits das ein ums andere Mal erwähnt wurden (hier und hier). Tom probierte spektakuläre Bilder zu bekommen, was aber mangels des fehlenden Bootsverkehrs eher suboptimal verlief.

Hinter dem Connewitzer Wehr, füllten sich die Gewässer langsam mit Leben, Sportkajaks und Freizeitpaddler mischten sich in unsere bis dahin ruhige Runde.

Soviel Adrenalin und die brutale Anstrengungen nötigten uns eine kleine Pause ab und was käme da gelegener als ein Stop beim italienischen Eisverkäufer auf der Sachsenbrücke. (ich hab nicht wirklich überprüuft ob er Italiener ist, aber das Mangoeis schmeckt auch ohne dieses Wissen)

Jetzt noch fix den Karl-Heine Kanal erobert und schöne Motive gesammelt vor dem Riverboat, an der König-Albert-Brücke und vor allem an der Phillipuskirche mit der Trauerweide die davor übers Wasser ragt.

Tom war voll auf Zufrieden mit der Ausbeute und versprach mir die Bilder zu kommen zu lassen sobald er sie durch gearbeitet hat.

Wenn dem so ist, werde ich sie hier veröffentlichen. Man kann also gespannt sein die Wasserfüchsin mal aus dem Blickwinkel des Profis fotografiert zu sehen. (als Vorwarnung, es könnte sein, dass ich dann auch mit drauf bin, aber das wird schon gehen)

Und wenn alles gut läuft sind wir evtl. vielleicht und wenn auch nur ein bisschen im kommenden Frühjahr im Sailingjournal zu sehen. Man darf also weiter gespannt sein. Und wenn nicht hatten wir trotzdem noch einen schönen Tag auf Leipzigs Gewässern.

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Ein Kommentar zu “6) Komm ich jetzt ins Fernsehen?

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